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DER NEUROSEN-KAVALIER

Eine „Psycho-Komödie" in vier Sitzungen

von Gunther Beth und Alan Cooper

Zu diesem Stück:

Psychotherapie ist zu einer Dienstleistung mit ständig steigender Nachfrage geworden. Jeder Dritte bei uns in der HandzettelBundesrepublik ist in seinem Seelenhaushalt gestört. Depressionen, Neurosen und Psychosen greifen immer mehr um sich. Eine Unzahl von psychotherapeutischen Praktiken und Theorien verheißen Abhilfe. Das Angebot ist enorm: Urschrei-Therapie, Gestalt-Therapie, Sex-Therapie - Analyse, Hypnose, Buddhismus - Autogenes Training, Sensitives Training, Gruppentraining - und so weiter, und so fort.

Wer soll sich da noch auskennen?... Kein Wunder, dass im Supermarkt der Psychotherapie Wissenschaft und Scharlatanerie für den Laien schwer auszumachen sind. Wege und Abwege liegen hier dicht beieinander. Ausgerechnet in dieses obskure Gefilde verirrt sich Felix Bollmann, ein Warenhausdieb, der in seiner bewegten Biographie u. a. auch einige Semester Veterinärmedizin aufzuweisen hat. Bollmann - ein Ganove mit Herz und einem gewaltigen Schlitzohr. Er ist das, was man nur sehr selten findet: Ein ehrlicher Schuft... Was mag passieren, wenn man einen solchen Typ per Zufall in eine psychotherapeutische Praxis einschleust und auf die Kundschaft loslässt?
Nun, wie das Leben so spielt, bzw. unser Theaterstück, passiert etwas sehr Merkwürdiges -im Psycho-Dschungel tut sich eine Lichtung auf... Bollmann feiert therapeutische Triumphe! So wunderlich seine Methoden auch sein mögen, so wunderbar sind seine Erfolge. Da staunt der Laie, und der Fachmann wundert sich...

Und Bollmann wird zum "Neurosen-Kavalier", der uns - Freud hin, Freud her - an eine uralte Medizin erinnern soll: An die Heilkraft der Mit-Menschlichkeit.
Dass Bollmann dabei auch zwischenmenschlich auf seine Kosten kommt, ist Ehrensache.
Und dass dabei das Publikum auf seine Kosten kommen soll, ist natürlich die Hauptsache.

„Der Neurosen-Kavalier“ wurde am 19.12.1986 in der Komödie im Marquardt in Stuttgart uraufgeführt und ist heute das erfolgreichste deutsche Boulevardstück der letzten 2 Jahrzehnte. Inzwischen stehen über 6.600 Aufführungen in 89 Produktionen in 7 Ländern zu Buch. Es war die erste „westdeutsche“ Komödie, die in der damaligen DDR aufgeführt wurde; 1990 erschien der gleichnamige Roman. Sowohl das italienische Fernsehen RAI als auch das Österreichische Fernsehen ORF haben Inszenierungen aus Mailand (1994) und Wien (2001) aufgezeichnet - und unter dem Titel „Ach du Fröhliche“ hat die ARD das Stück mit Harald Juhnke in der Hauptrolle verfilmt (1995). Am 13.12.2007 fand im Theater am Dom in Köln die 1000. Vorstellung in der Original-Besetzung mit Claus Biederstaedt, Karin Dor und Gunther Beth statt.

BESETZUNG

Felix Bollmann, der Neurosen-Kavalier, Andreas Hardt

Frau Engel, die Sprechstundenhilfe, Claudia Cormann-Wiersch

Doktor de Witt, ein Nervenarzt, Andreas Kupka

Claudia Carrera, eine frustrierte Bestsellerautorin, Evelyn Wirtz

Jürgen Appelhans, ein wahn-witziger Finanzbeamter, Peer Kling

Sybille Bast, eine kleptomanische Witwe, Hannah Biener

Herr Maiwald, ein depressiver Kriminalkommissar, Henning Achenbach

 

Regie: Bert Voiss

Regieassistenz: Claudia Cormann-Wiersch

Souffleusen: Kathi Karduck, Miriam Heinrichs

Gruppenbild
Die Mitwirkenden

AUFFÜHRUNGSTERMINE 2013

  • Samstag, 20. April
  • Sonntag, 21. April
  • Freitag, 26. April
  • Samstag, 27. April

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(Kommentare: 2)

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